Archivalie des Monats

Archivalien aus dem Kreisarchiv. © Kreisarchiv Herzogtum Lauenburg.

ARCHIVALIE DES MONATS!

Monat April 2025

Personalakte des ersten Kreisarchivars Dr. Hans Ferdinand Gerhard 1925

Monat Mai 2025

Gästebuch des Kreises Herzogtum Lauenburg 1922 bis 1964

Monat Juni 2025

Urkunde zum Verkauf des Dorfes Kerstorp (Kastorf) 1377

Monat Juli/August 2025

Amtseinführung von Dr. Hans- Georg Kaack als Leiter des Kreisarchivs 1968

Monat September 2025

Karte des Sachsenwaldes 1671

Monat Oktober/November 2025

Fotografien zum Neubau Kreishaus Barlachstraße 1977-1980

Monat Dezember 2025

Weihnachtsausgabe der Lauenburgischen Zeitung 1925

Monat Januar/Februar 2026

Gründungsurkunde der Ritter- und Landschaft 1585

Archivalie des Monats März 2026

Das Wappen des Kreises Herzogtum Lauenburg

Signatur: KrA RZ GS, Nr. 20 „Offizielles Wochenblatt 1867“

Eine besondere Archivalie des Kreisarchivs Herzogtum Lauenburg:

Das Wappen des Kreises Herzogtum Lauenburg von 1867

Kreisarchiv Herzogtum Lauenburg GS, Nr. 20. © Kreisarchiv Herzogtum Lauenburg.

Die Geschichte des lauenburgischen Wappens ist eng mit den verschiedenen Landesherren des Herzogtums verbunden. In der Zeit der Zugehörigkeit des Herzogtums zu Hannover (1689-1814/16) führte die lauenburgische Ritter- und Landschaft als Vertretung des Landes ein 1779 verliehenes Siegel mit einem springenden Welfenross in rotem Feld.

Kreisarchiv Herzogtum Lauenburg Abt. 10, Nr. 884. © Kreisarchiv Herzogtum Lauenburg.

Die Ritter- und Landschaft – zusammengesetzt aus Vertretern des Landadels und der Städte – hatte über Jahrhunderte das Herzogtum politisch geprägt. Die rechtliche Basis dieser einflussreichen Vertretung bildete die „Ewige Union“ von 1585 (siehe Archivalie der Monate Januar/Februar 2026).

Im Ergebnis des Wiener Kongresses 1815 gelangte das Herzogtum an Dänemark, dort entschied man sich 1819 für den Pferdekopf als Wappenzeichen für das Herzogtum Lauenburg. Der Pferdekopf symbolisiert die Abtrennung des Lauenburger Landes von Hannover und seine nun eigenständige Rolle. Man wählte damals einen goldenen Pferdekopf auf rotem Grund. In einem „Ausschreiben der Königlich Dänischen Regierung für Lauenburg an die Ritter und Landschaft vom 28. August 1841“ wurde das Wappen bestätigt und seine Einsetzung als Siegel für sämtliche Behörden und königliche Beamten eingefordert. Nochmals musste die Königlich Dänische Regierung auf der Führung des Siegels und des Wappens in einer Bekanntmachung vom 31. Dezember 1851 bestehen, hier wurde übrigens erstmals eine Königskrone über dem Wappen erwähnt!

Nach der Übernahme des Herzogtums durch Preußen 1865 ist der von Silber und Schwarz gestückte Schildbord als Hinweis auf die neue Landesherrschaft hinzugefügt worden – die Farben Preußens. Der Pferdekopf erhielt wieder die ursprüngliche silberne Tinktur.

Die Verleihung hat die Königlich Preußische, Herzoglich Lauenburgische Regierung im offiziellen Wochenblatt für das Herzogtum Lauenburg Nr. 25 vom 13. April 1867 verkündet. In der ausführlichen Beschreibung findet die Königskrone über dem Wappen keine Erwähnung, aber die obige Farbenskizze spricht für sich.

Kreisarchiv Herzogtum Lauenburg GS, Nr. 20. © Kreisarchiv Herzogtum Lauenburg.

Das Wappen, eines der ältesten Wappen eines Kreises in Schleswig-Holstein, gilt bis heute unverändert und bleibt damit ein sichtbares Zeugnis für den Weg des Herzogtums durch die europäische Geschichte. Die Hauptsatzung des Kreises Herzogtum Lauenburg vom 21. Juni 2018 enthält in § 1 Absatz (2) die Beschreibung des Kreiswappens; sie lautet: „Das Kreiswappen zeigt einen silbernen Pferdekopf im roten Feld mit schwarz-weißer Umrandung und Königskrone.“